Bei der Vorbereitung einer Messung sollten Sie den Wertebereich angeben, in dem sich das erwartete Eingangssignal bewegen wird. Danach richtet sich die Taktrate, die NI-DAQmx für die Messung mit dem Zähler auswählt, um die bestmögliche Auflösung zu erzielen. Sie können auch die Quelle der Zählerzeitbasis manuell festlegen, indem Sie das Attribut bzw. die Eigenschaft "Quelle der Zählerzeitbasis" einstellen. Die Taktrate der Zeitbasis wird mit Hilfe des Attributs oder der Eigenschaft "Zeitbasisrate des Zählers" festgelegt. Weitere Informationen zum Verbinden von Signalen finden Sie unter "Anschließen von Zählerleitungen".

Bei ungepufferten Zeitmessungen wird die Messung durch Aufrufen der Funktion/des VIs "Lesen" ausgelöst und das nächste gültige Sample ausgegeben. Beim wiederholten Aufrufen der Funktion/des VIs "Lesen" wird das Signal nicht schrittweise abgetastet.

Für gepufferte Zeitmessungen muss implizites oder Sample-Takt-Timing verwendet werden. Legen Sie das Timing mit der Funktion/dem VI "DAQmx - Timing" fest.

Implizites Timing

Nach dem Beginn der Datenerfassung ruft NI-DAQmx nacheinander alle Samples des Eingangssignals ab und speichert die Messung im Eingangspuffer. Aufgrund der schrittweisen Abtastung des Signals wird die Erfassungsrate durch die Rate des Eingangssignals bestimmt.

Sample-Takt-Timing

Einige Geräte unterstützen das Sample-Takt-Timing für gepufferte Zeitmessungen. Nach dem Beginn der Datenerfassung ruft das Gerät nacheinander alle Samples des Eingangssignals ab, speichert die Samples aber erst im Eingangspuffer, wenn am Ausgangssignal für den Sample-Takt eine aktive Flanke vorliegt. Bei dieser Art des Timings bestimmt die Sample-Takt-Rate die Erfassungsrate und nicht das Eingangssignal. Bei Verwendung des Sample-Takt-Timings sind alle Messwerte vollständige Perioden des Eingangssignals. So können Sie Signale erfassen, deren Frequenz die Sample-Rate bei Weitem überschreitet und es werden weniger Daten von der Mess-Hardware an NI-DAQmx übertragen.

Mittelung

Bei Messungen der Periodendauer und Frequenz unter Verwendung des Sample-Takt-Timings können einige Geräte für alle Perioden seit dem letzten Sample-Takt-Impuls einen Mittelwert ausgeben, anstelle nur die Periode unmittelbar vor dem aktuellen Sample-Takt-Impuls zu messen. Aktivieren Sie die Mittelwertbildung für die jeweilige Art der Messung mit der Eigenschaft/dem Attribut "MittelwertbildgAktivieren".

Ungültige erste Samples

Je nach Phasenverschiebung des Eingangssignals relativ zum Messbeginn ist das erste Sample bei gepufferten Messungen oft ungültig. Wenn Sie zum Beispiel eine gepufferte Messung der Periodendauer durchführen und die Messung beginnen, wenn das Eingangssignal an der Hälfte der aktuellen Periode liegt, ist die gemessene Periodenlänge des ersten Samples nur halb so lang wie erwartet. Die darauffolgenden Messwerte sind dagegen alle gültig, da sie auf jeden Fall eine gesamte Periode des Eingangssignals durchlaufen haben. Das erste Sample bei der gepufferten Messung der Periodendauer, Impulsdauer oder Impulsdauer-/Impulspause ist daher oft kleiner als der tatsächliche Wert. Dem entsprechend wird bei gepufferten Frequenzmessungen beim ersten Sample häufig eine höhere Frequenz angezeigt als eigentlich vorliegt. Einige Geräte erkennen diese unvollständigen Samples und verwerfen sie.

Impulsmessung

Manche Geräte unterstützen die Messung einzelner Impulse und geben jedes Sample als ein Tupel von Frequenz/Tastgrad, High-/Low-Dauer oder High-/Low-Takt aus.