Bei einer Regelanwendung gibt es mindestens eine zu regelnde Prozessvariable, z. B. die Temperatur. Mit Sensoren wird die Prozessvariable gemessen und ihre Größe an die Anwendung übergeben. Der Sollwert ist der Wert, den die Prozessvariable annehmen soll. Durch Vergleichen mit der Prozessvariablen wird ein eventueller Unterschied zum Sollwert ermittelt. Wenn die Abweichung zwischen den Werten eine bestimmte Größe überschreitet, bestimmt die Ausgleichsschaltung, an welchem Stellglied das System an den Sollwert angepasst werden soll.



Wenn beispielsweise die Temperatur bei einem System zur Temperaturmessung bei 100 °C liegt und der Sollwert 120 °C lautet, muss die Temperatur hochgeregelt werden. Ein Stellglied stellt dabei möglicherweise eine Heizvorrichtung auf 62% ihrer maximalen Ausgabekapazität ein. Dadurch wird das System wärmer und die Temperatur erhöht sich. Ein solches System wird Regelkreis genannt, da die Sensoren in einem bestimmten Abstand immer wieder abgefragt werden und der Ausgabewert des Stellglieds kontinuierlich an den Ausgangswert des Sensors angepasst wird.